Warum entsteht Augentrockenheit und wie wird sie behandelt?

Augentrockenheit | Albino Parisi Dr med

Trockene Augen treten zwar häufig auf, tatsächlich wird dieses Krankheitsbild jedoch oftmals unterschätzt. Denn nicht immer ist dieses harmlos.


Warum hat man trockene Augen?
Das trockene Auge, auch als Sicca-Syndrom bezeichnet, ist eine Erkrankung, bei welcher der Tränenfilm die Oberfläche des Auges nicht vollständig bedeckt. Infolgedessen bilden sich trockene Stellen.
Der Tränenfilm bezeichnet die Tränenflüssigkeit und besteht aus der Lipidschicht, der wässrigen Schicht und der mukösen Schicht. Als Gesamtheit bilden diese einen dünnen, transparenten Film, welcher wichtige Aufgaben des Auges erfüllt.


So bedeckt der Tränenfilm die Lidinneseite, die Bindehaut und die Hornhaut und schirmt diese vor dem direkten Kontakt mit der Luft ab. Dadurch wird die Hornhaut vor der Austrocknung geschützt. Des Weiteren reduziert die Flüssigkeit die Reibung der Augenlider. Zusätzlich dient der Tränenfilm zur Abwehr von Erregern und Fremdkörpern.


Jedoch verdunstet dauerhaft Flüssigkeit. Bei lange geöffneten Augen bricht der Tränenfilm daher zusammen, sodass Menschen unwillkürlich blinzeln müssen. Bei jedem Lidschlag - die durchschnittliche Frequenz liegt bei 13 bis 15 Lidschlägen pro Minute - erneuert sich die Struktur des Tränenfilms.

Ein wichtiger Faktor ist dabei die Menge der Tränenflüssigkeit. Diese liegt bei einer gesunden Person bei 10 μl.

Doch bei vielen Menschen reicht die Menge der vorhandenen Tränenflüssigkeit nicht aus bzw. verdunstet zu schnell. Nach einer von "Bayer Austria" in Auftrag gegebenen Studie aus dem Jahr 2016 leiden in Österreich 48 % der Bevölkerung an Symptomen trockener Augen.

Die Ursachen für diese Erkrankung sind vielzählig. Zu den sogenannten exogenen Ursachen, also äußeren Einwirkungen, zählen trockene und verschmutze Luft, Zigarettenrauch sowie viel verbrachte Zeit vor Bildschirmen.
Daher ist auch oftmals vom "Office-Eye-Syndrom" die Rede. Das liegt daran, dass sich bei der Betrachtung von Bildschirmen die Lidschlagfrequenz drastisch reduziert.

Endogene, also körperlich bedingte Ursachen sind Autoimmunerkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes mellitus, Hormon-, Nährstoff- oder Vitaminmangel sowie anatomische Beeinträchtigungen wie Lähmungen des Augenlides oder der Gesichtsmuskulatur. Aber auch die Einnahme von Medikamenten, insbesondere von Psychopharmaka, Schlafmitteln, Beta-Blockern oder Hormonpräparaten, kann Einfluss auf den Tränenfilm der Augen haben.


Können trockene Augen zu einem ernsthaften Problem werden?
Bereits die Symptome trockener Augen sind äußerst unangenehm. Kommt es zunächst nur vereinzelt zu temporären Beschwerden, nehmen diese auf Dauer zu und verstärken sich. Betroffene empfinden ein Druckgefühl sowie ein Brennen und Kratzen und erleiden Sehstörungen wie eine verschwommene Sicht. Zusätzlich kommt es zu Schwellungen, Sekretabsonderungen, vermehrtem Tränen der Augen und Rötungen.
Weitere Symptome sind Unverträglichkeiten gegenüber Kosmetika und Kontaktlinsen sowie eine hohe Lichtempfindlichkeit. Die auftretenden Sehstörungen gehen dabei darauf zurück, dass das Licht aufgrund des defekten Tränenfilms nicht mehr richtig gebrochen werden kann.

Die Rötungen hingegen werden von Entzündungen sowie den Blutgefäßen der Bindehaut verursacht. Denn während bei einem intakten Tränenfilm die Hornhaut, welche selbst keine Blutgefäße besitzt, Sauerstoff über die Flüssigkeit aus der Luft bezieht, erfolgt die Sauerstoffversorgung bei Fehlfunktionen stattdessen über die Blutgefäße der Bindehaut. Da sich die Gefäße weiten, treten diese deutlicher hervor.

Unbehandelt führen trockene Augen auf lange Sicht zu starken Beeinträchtigungen der Sehfähigkeit. Zudem besteht ein höheres Infektionsrisiko, da die Tränenflüssigkeit, welche vor Krankheitserregern schützt, nicht in ausreichender Menge vorhanden ist.
Bei Symptomen sollte in jedem Fall ein Arzt konsultiert werden. Dieser kann mittels unterschiedlicher Diagnoseverfahren die Zusammensetzung und Menge der Tränenflüssigkeit überprüfen.


Welche Behandlungsmethoden gibt es für trockene Augen?
Zur Behandlung trockener Augen stehen je nach Ursache und Ausprägung unterschiedliche Verfahren zur Verfügung. An erster Stelle steht, wenn möglich, die Behandlung der Ursache. Ist beispielsweise Diabetes die Ursache der Erkrankung der Augen, so kann die Behandlung von Diabetes auch den Zustand der Augen verbessern.

Eine weitverbreitete Möglichkeit ist der Einsatz von Tränenersatzmitteln, welche die Augenoberfläche befeuchten. Bei stärkeren Ausprägungen werden spezielle antientzündliche Therapien mit Augentropfen verordnet.

Das Angebot entsprechender Präparate ist groß, sodass für jeden ein passendes Mittel vorhanden ist. Sollten dennoch Betroffene künstliche Präparate nicht vertragen, besteht die Möglichkeit, Augentropfen aus körpereigenem Serum herzustellen.

Bei sehr stark betroffenen Patienten werden die Tränenabflusskanäle mit kleinen Plastik- oder Silikonstopfen, auch "Punctum Plugs" genannt, verschlossen. Dadurch wird die Tränenflüssigkeit daran gehindert abzufließen. 

Je nach Ausprägung kann diese Methode temporär oder auf Dauer eingesetzt werden.

In den häufigsten Fällen sind trockene Augen jedoch durch Störungen der Meibomschen Drüsen bedingt. Diese sind für die Bildung eines Sekretes verantwortlich, welches die Tränenflüssigkeit vor Verdunstung schützt. In diesem Fall bietet sich die Behandlungsmethode E-Eye an. Dabei sorgen Lichtimpulse für die Stimulierung der Drüsen und aktivieren deren normale Funktion.

Das Verfahren an sich nimmt dabei nur wenige Minuten in Anspruch. Das Prozedere wird 3-Mal, optional auch 4-Mal, über einen Zeitraum von 45 bzw. 75 Tagen durchgeführt.


Wie lassen sich trockene Augen vermeiden?
Wenn bestimmte Aspekte beachtet werden, kann der Entstehung trockener Augen vorgebeugt werden. Dazu sollten die Augen vor Wind und Zugluft geschützt werden. Insbesondere trockene Luft und Klimaanlagen sollten gemieden werden.


Häufiges Lüften ist somit ein Muss. Auch das Aufstellen eines Luftbefeuchters kann helfen. Am besten ist es jedoch, viel Zeit an der frischen Luft zu verbringen.


Die Zeit an Bildschirmen wie Computermonitoren, Tablets und Smartphones sollte auf ein Minimum reduziert werden. Lässt sich dies berufsbedingt nicht realisieren, hilft es, ganz bewusst öfters zu blinzeln.


Zudem sollte generell auf einen gesunden Lebensstil geachtet werden. Dazu zählen eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme, eine ausgewogene vitamin- und nährstoffreiche Ernährung sowie der Verzicht bzw. die Reduzierung von Zigarettenkonsum.

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